
Brille auf, wir müssen reden! Der JoDDiD-Podcast
anGEDACHT - der politikdidaktische Blick auf… aufsuchende politische Bildung
Wie kann politische Bildung so gestaltet werden, dass sie an unterschiedliche Lebensrealitäten und soziale Räume anschließt? Und wie lässt sich aufsuchende politische Bildung gestalten, ohne Menschen zu belehren, zu stigmatisieren oder ihnen Defizite zuzuschreiben? In dieser Folge denken Anja Besand, Tina Hölzel-Chokarash und Thomas Gill diese und viele weitere Fragen an, sammeln Ideen und Ansätze und lassen euch dabei mithören. Warum sollte sich politische Bildung nicht zum Interventionsinstrument machen lassen? Und wie kann sie stattdessen sozialräumlich und communityorientiert gedacht werden? Es geht darum, politische Abwendung und die gesellschaftlichen Prozesse dahinter besser zu verstehen und dabei nicht vorschnell mit Zuschreibungen zu arbeiten. Im Mittelpunkt steht ein Verständnis von aufsuchender politischer Bildung als gemeinsamem Prozess: Politische Bildung mit Menschen und nicht für sie. Es geht darum, von ihren Erfahrungen und Lebensrealitäten zu lernen, miteinander in Austausch zu treten und gemeinsam Projekte zu entwickeln. Auch die Bedeutung migrantischer Selbstorganisation, Legal Empowerment und soziologischer Erkenntnisse kommen zur Sprache. Und was passiert, wenn es noch keine organisierten Community-Strukturen gibt? Dann heißt es: genauer hinschauen, Gelegenheiten wahrnehmen und Menschen als mündige politische Subjekte ernst nehmen. Zum Abschluss geht es um die „Politik der politischen Bildung“ und die Rahmenbedingungen, unter denen politische Bildung heute stattfindet: Warum sollte sie gerade in herausfordernden und konflikthaften Zeiten als Teil sozialer Daseinsfürsorge verstanden werden? Verlinkungen: - zum Abendschulstück von Klaus Waldmann: https://tu-dresden.de/gsw/phil/powi/joddid/bildung-beratung/abendschule/kollektion-2/aufsuchende-politische-bildung



