
Laissez-Faire Podcast
Laissez-Fairecast #64 - LYBA
Einen sonnigen Sonntag liebe Laissiez ☀️️, heute begrüßen wir die liebe @ly_ba aus Halle und dem Daune Kollektiv @daune-kollektiv. ️ Für sie steht nicht das Genre im Vordergrund, sondern das Gefühl: langsames Tempo, Geschichten, die sich Stück für Stück entfalten, und Musik, die Raum zum Ankommen lässt. Gemeinsam mit dem Daune Kollektiv setzt sie sich dafür ein, dass Downtempo den Platz bekommt, den dieses besondere Genre verdient – oder, wie sie selbst sagt: „Ein bisschen Artenschutz.“ Willkommen Lydia, wie bist du zur elektronischen Musik gekommen und was hat dich schließlich selbst hinter die Decks gebracht? Musik war bei mir immer da, angefangen bei der klassischen. Die elektronische kam erst später dazu, vor allem über Kollektive und den ganzen Kosmos drumherum. Nebenbei hab ich auch ein bisschen rumproduziert, aber wirklich nur für mich. Aufzulegen war nie der Plan – das hat sich irgendwann einfach ergeben und ist inzwischen eine schöne Art geworden, die Musik mit anderen zu teilen. Du bist Teil des Daune Kollektivs. Was bedeutet das Kollektiv für dich und wie prägt es deine musikalische Reise? Bei Daune geht's darum, Räume zu schaffen: für Musik, für Menschen, für ein Genre, das gefühlt vom Aussterben bedroht ist. Ein bisschen Artenschutz also – denn Downtempo braucht Platz, sonst verschwindet es. Für mich persönlich ist das Kollektiv vor allem ein Ort zum Austauschen: Leidenschaft für die Musik teilen, sich gegenseitig supporten und inzwischen auch gemeinsam Dauntempo releasen. Wie bereitest du ein Set normalerweise vor – planst du viel oder lässt du dich lieber vom Moment treiben? Am liebsten nehme ich mir viel Zeit: Musik durchhören, Neues suchen, in Ruhe ein Set bauen, das eine Geschichte erzählt. Oft fehlt mir allerdings die Zeit dafür, also musste ich lernen, freier zu spielen – was auch schön ist, weil man direkter auf die Stimmung eingehen kann. Gibt es eine bestimmte Stimmung, Geschichte oder ein Gefühl, das du mit deinem Set transportieren möchtest? Eine bestimmte Stimmung oder Geschichte hatte ich nicht konkret im Kopf. Das Set soll verschiedene Gefühle bedienen und auch mal unerwartet abbiegen, ohne sich dabei aufzudrängen. Ich hoffe, dass alle dem was abgewinnen können – einfach laufen lassen, im besten Sinne von Laissez-faire. Was war Dein schönster Moment hinter den Decks? Das war beim Sa Terza Metari Festival auf Sardinien, das ich eine Weile mitorganisieren durfte. Nicht unbedingt, weil mein Set da besonders gut war – sondern weil zusammen mit ganz vielen tollen Menschen an einem bezaubernden Fleckchen Erde etwas Paradiesisches entstanden ist. Und wenn ich mir aussuchen dürfte, wo ich nochmal spiele: genau da. Das Festival gibt's leider nicht mehr, aber vielleicht ja irgendwann irgendwo nochmal in ähnlicher Form... wer weiß Was ich den Hörenden noch mitteilen möchte: Ich wünsche euch eine schöne Zeit mit dem Set und hoffe, es gefällt euch! Und falls ihr beim Hören wissen wollt, was da gerade läuft: Ich teile Musik und IDs immer gerne – fragt einfach nach ❤️ Liebe Lydia, ganz lieben Dank für das schöne Set und alles Gute für Dich





