
Episode #183
Schema Du statt Schema F - Der passende Job für den richtigen Menschen
Warum kündigen Menschen, obwohl die fachliche Aufgabe eigentlich passt? Weshalb führt eine Beförderung nicht automatisch zu mehr Wertschöpfung? Und wie können Unternehmen Arbeitsplätze so gestalten, dass Mitarbeiter ihre Stärken tatsächlich einbringen? Jenna van Houten beschreibt berufliche Passung als gemeinsame Aufgabe. Sie entsteht dort, wo Persönlichkeit, Werte, Stärken und die konkrete Rolle zusammenpassen. Dafür müssen Unternehmen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz nach Wunsch bauen. Sie müssen zuerst wissen, wofür sie als Arbeitgeber stehen, wie Zusammenarbeit bei ihnen wirklich funktioniert und welche Anforderungen eine Rolle tatsächlich mit sich bringt. Im Gespräch geht es um die sieben Ebenen eines Jobprofils: von Fachlichkeit und Gehalt über Arbeitszeit und Strukturen bis zu Kultur, Weiterentwicklung und Sinn. Gerade die weniger sichtbaren Faktoren entscheiden häufig darüber, ob Menschen sich einbringen oder innerlich zurückziehen. Eine zentrale Unterscheidung lautet: Love it, change it or leave it. Unzufriedenheit muss nicht unmittelbar zur Kündigung führen. Oft lassen sich Prozesse, Arbeitszeiten, Zuständigkeiten oder die Zusammenarbeit verändern. Dafür braucht es Offenheit auf Arbeitgeberseite und Eigenverantwortung bei Mitarbeitern. Beide Seiten müssen aussprechen, was sie brauchen und was sie tatsächlich anbieten können. Auch Beförderungen werden kritisch betrachtet. Eine fachlich starke Person ist nicht automatisch die richtige Führungskraft. Fach- und Führungslaufbahnen können unterschiedliche Formen der Anerkennung und Weiterentwicklung bieten. Für Unternehmen bedeutet das: Mitarbeiterbindung entsteht nicht durch möglichst lange Betriebszugehörigkeit, sondern durch eine ehrliche Passung zwischen Mensch, Rolle und Organisation. Berufliche Passung geht über Fachkenntnisse und Gehalt hinaus. Arbeitgeber müssen ihre eigenen Ecken und Kanten kennen. Unzufriedenheit verlangt zunächst eine genaue Ursachenanalyse. Change it kann sinnvoller sein als ein vorschneller Wechsel. Beförderungen sind nicht der einzige Weg zur Wertschätzung. Fachkarriere und Führungslaufbahn sollten gleichwertig gedacht werden. Gute Führung braucht Mut, Empathie und klare Gespräche. Jenna van Hauten ist MSc-Psychologin, Unternehmerin und Autorin. Mit ihrer Coaching & Leadership Academy unterstützt sie Menschen dabei, ihr volles Potenzial im Job einzubringen – ebenso Führungskräfte, Arbeitgeber und Teams. Ihre Perspektive ist für Unternehmer besonders relevant, weil sie berufliche Passung nicht als individuelles Wohlfühlthema versteht, sondern als gemeinsame Aufgabe von Mensch, Führung und Organisation. Ihr Buch „Endlich ein Job, der zu mir passt!“ ist am 22. Juni erschienen. Jennas Leitgedanke lautet: Schema Du statt Schema F, denn beruflicher Erfolg folgt keinem einheitlichen Muster. Buch: Endlich ein Job, der zu mir passt! Kurz-Persönlichkeitstest: test.vanhauten.com LinkedIn: linkedin.vanhauten.com Instagram: insta.vanhauten.com Christian Rahn bewegt sich seit über drei Jahrzehnten zwischen Marken, Märkten und Menschen. Er unterstützt Unternehmer und Führungskräfte dabei, im Marketing Klarheit zu gewinnen. Sein Fokus liegt auf Struktur, Positionierung und sinnvollem Einsatz von KI. Immer mit dem Ziel, Entscheidungen sicherer zu machen. LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/rahn-christian-cmo Website: https://www.rahn.digital/ ✉️ Mail: podcast@rahn.digital




