
Plädoyer für Verbrecher
Wiener Baby totgeschüttelt: Freispruch mit bitterem Nachgeschmack
Ein totes Baby, laut Gerichtsgutachtern eindeutig zu Tode geschüttelt, ein Vater auf der Anklagebank, viele offene Fragen – und dann ein Freispruch. Mit diesem Prozess, insbesondere seinem Urteil, sorgte Astrid Wagner im Oktober 2024 österreichweit für Schlagzeilen. Nur wenige Monate zuvor war der kleine Rafael in Wien an schwersten Hinverletzungen gestorben, weil er von einem Erwachsenen zu Tode geschüttelt wurde. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft kam nur der Vater (30) des Babys als Täter in Betracht. Sie klagte ihn wegen Mordes an. Doch obwohl der Fall eindeutig schien, endete der Prozess mit einem Paukenschlag. Der dringend Tatverdächtige wurde freigesprochen.Ein Urteil, das große Teile der Bevölkerung fassungslos zurückließ. Im Zweifel für den Angeklagten - ist das wirklich gerecht? Oder stimmt das Sprichwort „Was Recht ist, muss nicht gerecht sein“? In ihrem neuem Podcast schildert Astrid Wagner den tragischen Fall und gerät dabei selbst in Kreuzverhör. Polizei- und Gerichtsreporter Michael Koch lässt nicht locker und hakt immer wieder nach: „Astrid, der Tod des kleinen Buben wird für immer ungesühnt bleiben. Kannst du nach so einem Prozess, bei dem so viele Fragen offen geblieben sind, noch gut schlafen? Findest du das wirklich gerecht? Und wieso übernimmst du solche Fälle überhaupt?“Unbedingt reinhören: “Plädoyer für Verbrecher“ – überall zu hören, wo es Podcasts gibt.

