
Episode #18
Folge 18 - Werbekennzeichnung, Verträge, KI: die Rechtsfallen im Influencer-Marketing mit Karolin Sannwald
Heute wird's juristisch. Karolin Sannwald ist seit 20 Jahren Medienrechtsanwältin, hat Prominente und Unternehmen in Reputationsfragen vertreten und irgendwann festgestellt, dass Influencer-Marketing die zweitstärkste Werbeform ist, juristisch aber immer noch ein Minenfeld. Also hat sie aus der Nische eine Marke gemacht: Inflawencer. Warum haben die meisten Kooperationen gar keinen richtigen Vertrag? Was sind Nutzungsrechte wirklich wert und was passiert, wenn eine Marke Creator-Content ohne sie für Paid Ads nutzt? Und warum stellt sich eine Anwältin freiwillig vor die Kamera, obwohl sie es selbst „Cringe Mountain" nennt? - Kitchen Update: Laura beim Bagel-Opening in München, Juliane zurück aus London Karolin Sannwald @ The Secret Sauce - Vom Journalismus-Traum über Jura zum Medienrecht - Was Jahre in der Betroffenenvertretung über Presse und Krisen-PR lehren - Sozial-, Privat- und Intimsphäre: warum manche Promis komplett unsichtbar bleiben können - Von der Nische zur Marke: wie Inflawencer entstanden ist - Cringe Mountain: sichtbar sein, obwohl es sich falsch anfühlt Die Top Fehler im Influencer Marketing-Recht - Fehler 1: 200 E-Mails sind auch ein Vertrag – nur ein sehr unübersichtlicher - Fehler 2: vage Erwartungen bei Content, Vergütung und Timings - Fehler 3: Nutzungsrechte und Buyouts, das teuerste Missverständnis der Branche - Fehler 4: das Briefing liegt neben dem Vertrag statt darin Außerdem - Die heißesten Rechtsthemen: Musikrechte, KI-Kennzeichnungspflicht, KI-Influencer - Der Fall „Doc Alina": Medfluencing, Krisenkommunikation und das Werbeverbot für Ärzt:innen - Ehrlichkeit als Währung: Lauras Blick auf die Food-Bubble - Was Marken präventiv tun sollten – und was im Krisenfall - Takeaways: ein Bauernhof für gerettete Tiere und der Hype-Roman des Jahres Learnings: 1. Ein Vertrag ist keine Kampfansage, sondern eine Hilfe. Er hält fest, was beide Seiten ohnehin wollen. 2. Formuliere Erwartungen so spitz wie möglich. Was nicht drinsteht, kannst du hinterher nicht einfordern. 3. Nimm das Briefing als Anhang mit in den Vertrag. Nur so wird es verbindlich. 4. Nutzungsrechte sind das Geldwerteste in jeder Kooperation. Content ohne Rechte für Paid Ads zu nutzen, kann fünfstellig teuer werden. 5. Regelt den Krisenfall, bevor er eintritt. Eine Abstimmungspflicht verhindert, dass eine Seite allein losläuft. 6. Sichtbarkeit muss sich nicht leicht anfühlen, um zu funktionieren. Karos Secret Sauce: sei genauso, wie du bist – und wage mehr, als du dir zutraust. Links: - Inflawencer: inflawencer.de - Karolin auf Instagram: instagram.com/inf.law.encer - Gut Aiderbichl, Iffeldorf bei München – Tierpatenschaft ab 10 € im Monat: gut-aiderbichl.com/helfen/patenschaft - „Yesteryear" von Caro Claire Burke (Heyne) – der Hype-Roman 2026 über eine Tradwife-Influencerin - Longlist zum Deutschen Buchpreis 2026: deutscher-buchpreis.de Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung und darüber, wenn du sie mit jemandem teilst, der gerade an einem Kooperationsvertrag sitzt.

